Über den Jahreswechsel in Thailand
FH-Student leistet bei einem Deggendorfer ein Praktikum ab

Keine Langeweile bei Florian Seitz in Bankok
Florian Seitz aus Vilshofen, ein Wirtschaftsinformatikstudent der Fachhochschule Deggendorf, leistet derzeit auf Vermittlung von Prof. Dr. Rüdiger Akhotmee ein Praktikum bei der Factorytalk Co., Ltd. im Herzen Bangkoks/Thailand ab. Factorytalk ist ein junges Unternehmen, das von Bernhard Thurnbauer, einem gebürtigen Deggendorfer, vor über einem Jahr gegründet wurde. Das Hauptaugenmerk der Firma liegt in der Beratung von pharmazeutischen Produktionsunternehmen in ganz Asien.
Das Team setzt sich aus mittlerweile fünf jungen, dynamischen Mitarbeitern zusammen. Mehr Informationen zum Unternehmen findet man auf folgender Homepage:
In seinen ersten Projekten erstellte Florian Seitz Anforderungsprofile und Marktanalysen für Labordatenerfassungs- und Management Systeme für thailändische Pharmaproduzenten. Des Weiteren zählten die Kontaktaufnahme zu Lieferanten und die Auswertung aller gesammelten Daten zu seinen Aufgaben. „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und meine Kollegen sind super nett“, erzählt er aus seinem Alltag. „Die Gespräche mit Herrn Thurnbauer helfen mir nicht nur in der Arbeit weiter, sondern werden mir noch beim weiteren Studienverlauf und Leben von Nutzen sein. Er lässt mir sehr viel Freiheit was meine Arbeitsweise anbelangt und somit kann ich meine eigenen Ideen einbringen. Dies fördert zum einen meine Eigenverantwortlichkeit bzw. Selbstständigkeit und motiviert mich auf der anderen Seite zusätzlich.“
Neben der Arbeit bleibt ihm vor allem am Wochenende Zeit für Sightseeingtouren durch Bangkok und Umgebung. „Die thailändische Kultur ist schwer zu durchdringen“, berichtet er. „Auf der einen Seite lehrt der Buddhismus, der einen sehr großen Einfluss im täglichen Leben hat, Akzeptanz und Toleranz - auf der anderen Seite wird Kritik nur indirekt geübt.“ Weiter erzählt Florian von seinen Erfahrungen, „Thailänder lächeln in allen Lebenslagen, ob sie nun glücklich, unsicher oder wütend sind. Außerdem sei gesagt, dass die Thais sehr freundliche und höfliche Menschen sind. Sie genießen ihr Leben in der Gegenwart und gehen es dementsprechend optimistisch an. In Thailand sollte alles was man tut - dazu zählt auch die Arbeit - ein Element von ‚Sanuk’(=Spaß) haben, ansonsten wird es automatisch zur Plackerei. Was aber keinesfalls heißen soll, dass die Thailänder faul sind – sie haben lediglich ihren eigenen Arbeitsstil. Im Gegensatz zu Deutschland herrscht in Südostasien und hier sei Thailand exemplarisch genannt, eine optimistische Grundstimmung, die sich im Wirtschaftswachstum (2004 bei 6,1%) und in der Vollbeschäftigung (Arbeitslosenquote 2004 bei 2%) wiederspiegelt.“
Von der thailändischen Küche ist der Praktikant begeistert: „Das Essen ist sehr gut, wenn auch sehr scharf. Hier gibt es sehr viele Straßenhändler, die ihre leckeren Gerichte für unter einem Euro anbieten.“ Florian Seitz hat bisher kein Heimweh, dafür erlebt er jeden Tag zu viel.
Eigener Bericht 05. Januar 2006

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